Verantwortung

Methanemissionen: OGE arbeitet aktiv an der Reduktion des Ausstoßes von Methan im Erdgastransport. 

Wir streben an, unsere Methanemissionen bis 2025 um 55% im Vergleich zu 2009 zu reduzieren. Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und nehmen unsere Verantwortung als Deutschlands größter Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) wahr.  

Warum ist die Reduktion von Methan­emissionen wichtig?

Neben dem Ausstoß von CO2 sind u. a. auch Methanemissionen ein Faktor für den vom Menschen verursachten Klimawandel. Eine weitere Reduktion dieser Methanemissionen ist von besonderer Bedeutung. Methanemissionen entstehen zum Beispiel in der Landwirtschaft, der Abfallwirtschaft und auch beim Gastransport, wenn z. B. unverbranntes Erdgas in die Atmosphäre gelangt. Der Anteil der Methanemissionen am gesamten Ausstoß von Treibhausgasen in Europa liegt bei 11% und konnte von 1990-2016 fast halbiert werden. Die Gaswirtschaft ist für 6% der Methanemissionen verantwortlich (davon 23% im Bereich Transport & Speicherung 1). Daraus entsteht für OGE eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. 


1 Quelle: European Environment Agency (EEA), “Annual European Union greenhouse gas inventory 1990-2016 and inventory report 2018. Submission to the UNFCCC Secretariat“

Methanemissionen in Europa –
eine Einordnung

Prozentuale Anteile aller THG-Emissionen in Europa (2016)

Herkunft der Methanemissionen

Entwicklung diffuser Methanemissionen der Gaswirtschaft in Europa von 1990-2016

Unsere Ziele bei der Reduktion der Methanemissionen

Wir arbeiten aktiv an der Reduktion unserer Methanemissionen und wollen dabei weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen. Daher wollen wir unsere Methanemissionen bis 2025 im Vergleich zu 2009 um 55 Prozent reduzieren. 

Dafür setzen wir in unserem Teil der Wertschöpfungskette, dem Transport von Erdgas, seit Langem verschiedene Maßnahmen zur Senkung der Methanemissionen um. Dazu gehört die Verwendung von mobilen Verdichtern und Fackelanlagen. Bei Instandsetzungsarbeiten an Fernleitungen muss in vielen Fällen der betroffene Leitungsabschnitt abgesperrt und druckentspannt werden – unsere mobilen Verdichter ermöglichen ein Umpumpen des Erdgases in ein anderes Leitungssystem. Damit reduzieren wir bis zu 95 Prozent der Methanemissionen. Ergänzend dazu setzen wir unsere mobilen Fackelanlagen ein. Ganz gleich, ob es sich um Restgasmengen aus bereits druckreduzierten Abschnitten oder um Mengen unter regulären Betriebsbedingungen handelt: Unsere Fackelanlagen verbrennen das Erdgas restlos. Die Technologien der mobilen Verdichter und der mobilen Fackelanlagen werden wir weiterentwickeln und stärken. Zusätzlich haben wir sinnvolle neue technische Maßnahmen zur Emissionsreduktion ermittelt und setzen diese um.

Darüber hinaus ist es wichtig, Methanemissionen möglichst engmaschig zu erfassen. Dazu haben wir zusammen mit unserem Verband FNB Gas e. V. ein gemeinsames Messprogramm aufgelegt. Zudem engagieren wir uns in Initiativen und Verbänden, die sich mit den Methanemissionen in der Gasindustrie befassen, zum Beispiel sind wir der Oil & Gas Methane Partnership 2.0 (OGMP) der UN beigetreten. Wir begrüßen die Methanstrategie der EU und setzen ihre Leitlinien um.


Weitere Informationen:

Für weitere Informationen zum Thema finden Sie hier zum Download Infobroschüren der Branchenverbände DVGW e. V. und Zukunft Gas e. V.:

DVGW-Broschüre: Methan-Emissionen in der Erdgas-Infrastruktur 
Zukunft Gas-Faktenblatt: Vorketten-Emissionen