Datum
2. März 2020
Ort
Essen
Herausgeber
OGE

Pressemitteilung

OGE setzt erfolgreiche L-/H-Gas-Umstellung der Region Mittelhessen mit der Stadt Gießen fort

Enge Zusammenarbeit von Verteilnetz­betreibern und OGE ermöglichen sichere H-Gas-Versorgung

Ab dem 03.03.2020 wird die Stadt Gießen auf H-Gas umgestellt. Um eine sichere Versorgung des Gebietes zu ermöglichen, hat der Fernleitungsnetzbetreiber OGE (Open Grid Europe GmbH) eine neue Gas-Druckregel- und Messanlage in Weidenhausen (Hüttenberg) im Lahn-Dill-Kreis errichtet. Für diese im Netz-entwicklungsplan Gas 2018 enthaltene Anlage in Weidenhausen wurden 11 Mio. € investiert.

Die Umstellung der Gasversorgung in der Region Mittelhessen basiert auf der engen Zusammenarbeit von 15 Verteilnetzbetreibern sowie acht direkt an das Netz der OGE angeschlossenen Industrieabnehmern im Rahmen eines im Jahr 2015 gemeinsam abgeschlossenen Umstellungsfahrplans. Bereits durchgeführte Anpassungen bei beteiligten Verteilnetzbetreibern und Industriekunden verliefen durchgehend reibungslos.

In Gießen und Umland sind insgesamt rund 35.000 Gasgeräte auf H-Gas anzupassen. Nach den Umschaltterminen im März und April 2020, die an die Versorgungssituation angepasst sind, erfolgt die Versorgung dieser Geräte mit H-Gas.

Insgesamt werden im Jahr 2020 rund 400.000 Geräte in Deutschland auf H-Gas umgestellt. Im Netzgebiet der OGE sind es im aktuellen Jahr rund 160.000 Verbrauchsgeräte Damit erfolgt ein großer Teil der deutschlandweiten Umstellaktivitäten im Netz der OGE.

Die Umstellung auf H-Gas ist zwingend erforderlich, da mittelfristig der Anteil von L-Gas aufgrund sinkender Gasvorkommen in Deutschland und den Niederlanden zurückgehen wird; bis 2030 um etwa 90 Prozent. H-Gas ist dagegen international und damit auch für Deutschland in großen Mengen verfügbar. Die Umstellung auf das hochkalorische H-Gas gewährleistet daher auch auf lange Sicht eine hohe Versorgungssicherheit.

Die andere Zusammensetzung des H-Gases erfordert auch eine Anpassung der Gasverbrauchsgeräte und -anlagen in den betroffenen Haushalten der Region. Deutschlandweit müssen bis 2030 rund 5 Mio. Gasgeräte auf H-Gas angepasst werden. Alle betroffenen Kunden werden vorher von ihrem zuständigen Netzbetreiber ausführlich schriftlich informiert.