Bauvorhaben 

Wir bauen für die Energie­wende — und Ihre Versorgungs­sicherheit. 

Unsere Kunden müssen ihr Gas stets pünktlich in der bestellten Menge und zur gewünschten Qualität bekommen. Dafür halten wir unser Infrastrukturnetz auf dem neuesten Stand. Neben unserem 12.000 km langen Leitungsnetz gehören auch viele Verdichteranlagen dazu.

Technische Anlagen und Systeme planen und bauen wir jedoch nicht nur für die gegenwärtige Energieversorgung. Wir befinden uns mitten in der Energiewende: Mit zukünftigen Bauvorhaben ebnen wir den Weg für Wasserstoff und grüne Gase.

Neubau der Ferngasleitung ZEELINK: für die sichere H-Gas-Versorgung. 

Wir bauen derzeit den deutschen Abschnitt der Ferngasleitung ZEELINK. Dieser Ausbau ist notwendig für die schrittweise Umstellung von L- auf H-Gas. Mit ZEELINK binden wir die Regionen, die aktuell noch mit L-Gas versorgt werden, dauerhaft an H-Gas-Quellen und -Routen an.

Die TENP-Deodorierungsanlage: Project of Common Interest (PCI)

Vor dem Hintergrund der geplanten Flexibilisierung der Gastransporte, sowohl in Nord-Süd als auch in Süd-Nord-Richtung, baut die TENP eine Deodorierungsanlage. Sie ist ein gemeinschaftliches Projekt der Open Grid Europe GmbH und der Fluxys TENP GmbH.

Weitere aktuelle Bauprojekte

Leitung: Heiden-Dorsten

Wir planen, unser überregionales Erdgastransportsystem durch eine kapazitätsstarke Ferngasleitung, von Heiden nach Dorsten, zu erweitern.

Der Startpunkt der ca. 18,5 km langen Leitung wird die Station Heiden-Marbeck an der aktuell im Bau befindlichen ZEELINK-Leitung sein. Als Endpunkt ist die Einbindung in den vorhandenen Knotenpunkt in Hervest-Dorsten vorgesehen. Die Leitung wird mit einem Durchmesser von DN 500, einem Teilstück von DN 600, sowie einem Auslegungsdruck von 100 bar geplant.

Aktuell liegen die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Münster. Das Verfahren soll im Januar 2021 abgeschlossen sein.

Die geplante Leitung stellt eine Anbindung an die ZEELINK-Leitung dar und dient der Sicherstellung der Versorgungssicherheit in der Region.

Leitung: NETG Voigstlach – Paffrath  

Wir planen, unser überregionales Erdgastransportsystem durch eine kapazitätsstarke Ferngasleitung, von Voigtslach nach Paffrath, zu erweitern. Die knapp 24 Kilometer lange Fernleitung wird einen Durchmesser von DN 900 bei einer Wandstärke von 12,9 mm haben und kann mit bis zu 70 bar Betriebsdruck betrieben werden. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2022.

Die Nordrheinische Erdgastransportgesellschaft mbh & Co. KG (NETG) ist die Betreiberin der gleichnamigen Fernleitung von Elten an der niederländischen Grenze nach Bergisch Gladbach.

Ihre Eigentümer sind die Open Grid Europe GmbH aus Essen (OGE) und die Thyssengas GmbH aus Dortmund. Beide halten jeweils 50% der Anteile.

Dank dieser Anbindung wird die zwingend notwendige regionale und kommunale Umstellung der Versorgungsnetze von niederkalorischem (L-Gas) auf hochkalorisches Erdgas (H-Gas) in Leverkusen, Köln und der umliegenden Gemeinden ab dem ersten Quartal 2023 ermöglicht. Das Bauvorhaben dient der Versorgungsicherheit von privaten Verbrauchern und der Industrie.

Hier finden Sie alle Informationen zur NETG Leitung Voigtslach-Paffrath.

Zur NETG Website

Verdichterstation: Rimpar (Leitung MEGAL)

Die Verdichterstation Rimpar (Bayern) soll in unmittelbarer Nachbarschaft der existierenden Verdichterstation Rimpar errichtet werden. Sie soll primär Gasmengen der Leitungen MEGAL I + II verdichten. Des Weiteren soll sie Mengen in Richtung oder aus Richtung Norden verdichten. Sie verbindet die Leitungen Ltg. 51 (MEGAL I) und Ltg. 451 (MEGAL II), sowie Ltg. 55 (OGE), Ltg. 455 (OGE) und Ltg. 26 (OGE).

Die Mittel-Europäische Gasleitung (MEGAL) wird durch die gemeinsame Gesellschaft der beiden Ferngasnetzbetreiber OGE und der GRTgaz Deutschland betrieben.  Die MEGAL besteht aus den beiden Achsen MEGAL Nord, einer Doppelerdgasleitung über 460 km beginnend an der tschechischen Grenze und bis nach Frankreich reichend, und der MEGAL Süd, von der österreichischen Grenze in Richtung Rothenstadt verlaufend.

Die Errichtung der neuen Verdichterstation besteht im Wesentlichen in der Installation von drei Turboverdichtereinheiten mit Gasturbinenantrieb in je einer Verdichterhalle mit den zugehörigen peripheren Rohrleitungs- und Anlagensystemen, sowie die Errichtung eines neuen Versorgungs- und Brenngasgebäudes zur Aufnahme aller notwendigen Nebenanlagen und Hilfssysteme.

Bauvorbereitende Maßnahmen haben im Januar 2020 begonnen. Die Anlage soll 2023 fertiggestellt werden.

Leitung: EUSAL (Euskirchen – Erftstadt)

Wir planen, unser überregionales Erdgastransportsystem durch die kapazitätsstarke Ferngasleitung EUSAL zu erweitern. Der Startpunkt der Leitung liegt im Raum Erftstadt (Nordrhein-Westfalen), der Endpunkt im Raum Euskirchen–Kuchenheim.

Die Ferngasleitung wird einen Durchmesser von DN 400 haben und ist mit bis zu 100 bar Betriebsdruck geplant. Aktuell wird das Planfeststellungsverfahren durchgeführt, welches zum Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Die Fertigstellung der rund 18 km langen Erdgasleitung ist für Ende 2021 geplant.

Dank dieser Anbindung wird die zwingend notwendige regionale und kommunale Umstellung der Versorgungsnetze von niederkalorischem (L-Gas) auf hochkalorisches Erdgas (H-Gas) im Raum Euskirchen im Jahr 2022 sowie im Raum Bonn–Euskirchen im Jahr 2023 ermöglicht. Das Bauvorhaben dient der Versorgungsicherheit von privaten Verbrauchern und der Industrie.

In 2019 abgeschlossene Bauprojekte

Verdichterstation: Wertingen

Im Dezember 2019 wurde die Verdichterstation Wertingen (Bayern) erfolgreich in Betrieb genommen. Sie ist an einem Netzknoten angebunden, an dem die bestehenden Gastransportleitungen „Nordumgehung München“ (Amerdingen-Wertingen-Anwalting-Finsing-Schnaitsee) und „CEL“ (Vohburg-Wertingen-Senden) zusammenlaufen.

In den Bau der Verdichterstation mit drei elektrisch betriebenen Verdichtereinheiten und einer Leistung von insgesamt 33 Megawatt haben die Fernleitungsnetzbetreiber bayernets GmbH mit einem Anteil von 55 Prozent und Open Grid Europe GmbH mit einem Anteil von 45 Prozent gemeinsam investiert. Beide Unternehmen sind ebenfalls an der Gastransportleitung „Nordumgehung München“ beteiligt.

Das gemeinsame Projekt stärkt den Nord-Süd-Transport von Gas in einem zukünftigen gemeinsamen Marktgebiet und verbessert die Anbindung von Speichern im Süden Deutschlands und in Österreich. Sie leistet somit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit insbesondere im süddeutschen Raum.

Verdichterstation: Krummhörn  

Im Oktober 2019 ist auf der Verdichterstation der OGE in Krummhörn (Niedersachsen) ein neuer Elektroverdichter offiziell in Betrieb genommen worden. Damit sollen Erzeugungsspitzen der Erneuerbaren Energien genutzt werden, um das Übertragungsnetz und das regionale Stromnetz zu entlasten.

Der mit einem Elektromotor angetriebene Verdichter vom Typ ICL hat eine Leistung von 13,6 MW. Er stammt von Baker Hughes General Electric (BHGE) und wurde in Le Creusot, Frankreich hergestellt.

Der neuen Elektroverdichter liefert eine Antwort auf eine zentrale Herausforderung der Energiewende. Gerade wenn viel Windstrom produziert wird, der nicht in den Süden abtransportiert werden kann, entlasten wir mit unserem neuen E-Verdichter die regionalen Stromnetze. Maßnahmen wie diese wirken sich netzdienlich aus. Zudem helfen sie, die Netzauslastung zu verbessern und den Windstrom lokal zu nutzen.

Verdichterstation: Herbstein

Knapp 20 km von Fulda (Hessen) wurde im Herbst 2019 die neue Verdichterstation Herbstein in Betrieb genommen. Das Projekt umfasste den Neubau von drei gasturbinengetriebenen Verdichtereinheiten (Typ Titan 130 der Firma Solar Turbines mit einer Einzelantriebsleistung von 13 MW) sowie allen erforderlichen Nebenanlagen und Betriebsgebäuden.

Die Station schließt an die drei vor Ort liegenden Fernleitungen 56 (Werne – Schlüchtern), 57 (Lauterbach – Vitzeroda) und 83 (Lauterbach – Scheidt) an.

Leitung: Forchheim-Finsing

Parallel zu einer bestehenden Fernleitung wurde im Mai 2019 die Fernleitung von Forchheim nach Finsing (Bayern) in Betrieb genommen. Die rund 77 km lange Loopleitung verläuft ab der OGE-/ bayernets-Station Forchheim bis zur neuen Mess- und Regelanlage in Finsing, südlich des Münchener Flughafens. Sie hat einen Durchmesser von DN 1000 und ist für einen Druck von 100 bar ausgelegt.

Die neue Leitung dient zum einen der Stärkung der Leistungsfähigkeit des Erdgastransportsystems in Nord-Süd- bzw. in Süd-Nord-Richtung und zum anderen werden damit die Kapazitätsbedarfe der regionalen und lokalen Verteilnetzbetreiber sichergestellt.